Nürnberger Nachrichten: »›Spritze‹ für drei Jugendprojekte«

Benefizaktion der Spardabank fördert soziale Einrichtungen im Großraum Nürnberg

Gutes tun und dabei womöglich selbst noch etwas gewinnen - nach dieser bewährten Formel läuft zum 13. Mal die Weihnachts-Benefizaktion der Nürnberger Spardabank. Auf Vorschlag von »Freude für alle« kommt der Erlös erneut drei verschiedenen Einrichtungen im Großraum zugute: dem Mütterzentrum Fürth, der Jugendfarm Erlangen und dem Mädchentreff in Nürnberg-St.Leonhard.

Einst als Selbsthilfevereinigung von und für Eisenbahner gegründet, sieht sich das Geldinstitut in dieser Tradition auch heute noch sozialen Aufgaben verpflichtet. Dabei versucht die Bank vor allem, möglichst viele ihrer Kunden für die Benefizaktion zu begeistern. Selbstverständlich kann sich aber auch sonst jedermann beteiligen – ganz ohne Spardakonto.

Im vergangenen Jahr hatte die Aktion die stattliche Summe von 37.500 Euro eingebracht. Volker Köhler, der Vorstandssprecher der Spardabank, gibt sich zuversichtlich, erneut ein ähnlich stolzes Ergebnis zu erreichen. »Vielleicht bringt uns die Zahl 13 ja Glück«, hofft er. Das ist auch das passende Stichwort für die Spenderinnen und Spender. Denn wer bis zum 5. Januar etwas einzahlt, hat auch die Chance, selbst etwas zu gewinnen.

Für jeweils fünf Euro, die auf das Spendenkonto 333 eingezahlt werden, stellt die Bank ein Los aus. Wer beispielsweise 50 Euro überweist, ist also mit zehn Losen im großen Topf dabei. Die Gewinne stiftet das Geldinstitut; als Hauptpreis ist eine Kreuzfahrt ausgelobt, zweiter Preis ist ein Feinschmecker-Wochenende.

»Wir wollen einen Zuschuss vor allem dazu nutzen, noch häufiger und länger zu öffnen, um auch am Wochenende und in Schulferien Alternativen zum bloßen Fernsehkonsum zu bieten«, erläutert Annette Pilotek vom Mädchentreff St. Leonhard. Über den offenen Betrieb mit Mittagsimbiss und Hausaufgabenhilfe hinaus hat sich die Einrichtung vorgenommen, Mädchen möglichst früh mit Computern und Technik vertraut zu machen und dafür Holz- und Metallwerkstätten eingerichtet. Sogar aus Abfallstoffen entstehen dort noch Schmuckstücke und Kunstwerke.

Die Erlanger Jugendfarm will Kinder und Jugendliche vor allem durch den Umgang mit Tieren in ihrer Entwicklung fördern und für aktive Freizeitgestaltung mit viel Bewegung begeistern. Vor zwei Jahren musste der Verein auf einen Schlag eine Kürzung des jährlichen städtischen Zuschusses um 40 000 Euro hinnehmen. »Jetzt wollen wir vor allem unsere integrative Arbeit mit Behinderten ausbauen«, berichtet die Vorsitzende Susanne Bühner. Außerdem sind Projekte für Kinder mit Konzentrationsproblemen und mit Übergewicht geplant.

Das Mütterzentrum Fürth schließlich, das von Kursen über Patenschaften bis zu einem »Netz für Kinder« mit einer Vielfalt von Angeboten aufwartet und ebenfalls hart von Kürzung getroffen wurde, benötigt vor allem Unterstützung bei der Ausstattung. »Wir haben zum Beispiel einen wunderbaren Turnraum, aber leider fast keine Geräte«, sagt die Leiterin Kerstin Wenzl.

Wolfgang Heilig-Achneck

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