Nürnberger Anzeiger: »Jungs haben hier keinen Zutritt«

Anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums hatten wir ein Gespräch mit der Journalistin Manuela Prill vom Nürnberger Anzeiger. Hier ist der Artikel zum Nachlesen:

Jungs haben hier keinen Zutritt (PDF, 550 KB)

Nürnberger Nachrichten: »Mit geballter Frauenpower durch das Schuljahr«

Anlässlich des internationalen Mädchentags am 11.10.2013 erschien in den Nürnberger Nachrichten ein Artikel zum Mädchentreff. Den vollständigen Bericht finden Sie auf www.nordbayern.de.

Nürnberger Zeitung: »Schwan-Stabilo Cosmetics übernimmt Patenschaft für St. Leonhard/Schweinau«

Der Pate kommt aus Heroldsberg

Der Stadtteil St. Leonhard/Schweinau hat einen Paten: Schwan-Stabilo Cosmetics wird sich langfristig finanziell und ideell in dem Stadtteil mit 23116 Einwohner engagieren. Finanziell unterstützt wird diese Initiative auch durch die Helga&Dr. Erich Schwanhäußer-Stiftung. Damit folgt das Unternehmen aus Heroldsberg mit Nürnberger Wurzeln der Stadtteilpatenschaft für Gostenhof durch die Alexander Brochier Stiftung und für Gibitzenhof/Steinbühl durch die Siemens AG.

Ulrich Griebel, Geschäftsführer von Schwan-Stabilo Cosmetics, brachte es gestern im Mehrgenerationenhaus Schweinau auf den Punkt: „Wir wollen ein Stückchen St. Leonhard/Schweinau ins Unternehmen bringen, und ein Stückchen Unternehmen nach St. Leonhard/Schweinau.“ Einerseits sollen mit dem Schwerpunkt „sozialintegrative Stadtteilentwicklung“ Projekte für den Stadtteil umgesetzt, verbreitert und neu initiiert werden. Dadurch soll die Bildung und die soziale, kulturelle Teilhabe für Familien des Stadtteils verbessert werden. Außerdem werden Projekte unterstützt, die die Integration der Menschen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund und unterschiedlicher Zuwanderungsgeschichte fördern.

Griebel wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei Schwan-Stabilo Cosmetics derzeit Mitarbeiter aus über 40 Nationen beschäftigt sind; 180 Mitarbeiter des Gesamtunternehmens leben übrigens in den südlichen Stadtteilen Nürnbergs. Als drittes Ziel wird die Vernetzung und Kommunikation, sowohl der Stadtteileinrichtungen und Organisationen als auch der Stadtteilbewohner, definiert und weiter entwickelt werden.

Jeder der fünf Mitglieder der Geschäftsführung übernimmt die Patenschaft für ein Projekt (siehe auch Artikel unten). Griebel berichtete, dass die Geschäftsleitung im Herbst des vergangenen Jahres über das Thema Stadtteilpatenschaft diskutiert habe. „Wir waren uns einig, nicht einfach nur Geld fließen zu lassen, sondern ein aktiver Teil davon zu sein“, so Ulrich Griebel.

Der Geschäftsführer von Schwan-Stabilo Cosmetics überraschte die Gäste mit einigen bewusst überspitzten Aussagen zur Motivation für diese Stadtteilpatenschaft: „Es ist weder Philanthropie (ein allgemein menschenfreundliches Denken und Verhalten, Anm. d. Red.) noch Verkaufsförderung.“ Letzteres scheide schon deshalb aus, weil Schwan-Stabilo Cosmetics seine Produkte ausschließlich an Firmen verkaufe. „Aber wir haben nach zwei Finanzkrisen seit 2008 ein bisschen das Gefühl, dass Firmen heute generell, ich hätte beinahe gesagt, unter Generalverdacht stehen.“ Wenn sich in Deutschland oder anderswo ein unternehmensfeindliches Klima breitmache, dann hilft das nach Griebels Worten auf Dauer keinem, „weil ohne Firmen wird’s eben auch nicht gehen“. Die normalen betriebswirtschaftlichen Erfolgsfaktoren – mehr Umsatz, mehr Gewinn – werden Griebel zufolge nicht helfen, das Vertrauen von weiten Bevölkerungsgruppen in Unternehmen und Wirtschaft wieder herzustellen.

Griebel: „Ich denke, dass Unternehmen heutzutage eine Bringschuld haben, nämlich den Nachweis zu führen, was sie eigentlich für die Gesellschaft außer der vertraglichen Verpflichtung tun.“ Er verwies auf einen Bericht der NZ, wonach Schwan Stabilo zu den größten 20 Arbeitgebern Nordbayerns gehöre. „Wenn das so ist, dann muss die Öffentlichkeit verstehen, was wir tun, warum wir es tun und wie wir es tun“, sagte der Schwan-Stabilo-Cosmetics-Geschäftsführer. Und er hielt den Spannungsbogen hoch: „Der Umkehrschluss, warum wir hier in St. Leonhard/Schweinau sind, ist nicht die Philanthropie, sondern es ist betriebswirtschaftliche Existenzsicherung, es ist Nachhaltigkeit, gepaart vielleicht mit einem Stück Herzblut und Empathie für Menschen und Inhalte.“ Sicher sei einigen aufgefallen, dass die Postadresse des Unternehmens eigentlich Heroldsberg sei. „Aber ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, wenn ich in New York gefragt werde, wo wir eigentlich zu Hause sind, sage ich Nürnberg – wo die Wiege des Unternehmens 140 Jahre lang war.“ Das kam gut an bei den Gästen.

Dieter Wegener

Sponsoring der Internettage durch Firma Hofmann Personal

Wir freuen uns, dass die Firma Hofmann Personal für 2012 die Kosten für unsere Internettage übernommen hat. Den Presseartikel finden Sie hier.

Nürnberger Nachrichten: »Schwan-Stabilo macht sich für Nürnberger Stadtteil stark«

Unternehmen übernimmt Patenschaft für St.Leonhard/Schweinau — Bringschuld: »Etwas für die Bevölkerung tun«

Nach Gostenhof und Gibitzenhof hat nun auch der Nürnberger Stadtteil St.Leonhard/Schweinau einen Stadtteilpaten: die Firma Schwan-Stabilo Cosmetics.

Das Unternehmen, das seine Wurzeln in Nürnberg hat und hier über 140 Jahre lang produzierte, will in den kommenden Jahren ganz konkrete Projekte unterstützen. Und das nicht nur mit Schecks, sondern durch die persönliche Begleitung von Projekten durch Mitglieder der Geschäftsführung.

„Ich denke, dass Unternehmen heute eine Bringschuld haben, etwas für die Bevölkerung zu tun“, begründete Geschäftsführer Ulrich Griebel die Entscheidung der fünfköpfigen Geschäftsleitung. Die hatte sich den Stadtteil St.Leonhard/Schweinau ausgesucht, weil 180 der rund 1500 Heroldsberger Mitarbeiter der Unternehmensgruppe aus dem Nürnberger Süden kommen. Im Stadtteil leben 23116 Einwohner, davon überdurchschnittlich viele junge Menschen, Alleinerziehende und Migranten. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen liegt etwa 500 Euro unter dem der Gesamtstadt.

Bereits im März hatte sich die Geschäftsführung über im Stadtteil laufende Projekte informiert. „Wenn wir uns finanziell beteiligen, dann wollen wir nicht nur Schecks hinschieben, sondern Teil davon sein“, so Griebel. Man wolle nicht alles neu erfinden, sondern gut laufende Projekte weiterführen. Ausgewählt wurden gezielt diejenigen, die überwiegend von Frauen getragen werden, in denen Betroffene aktiv an Lösungskonzepten beteiligt sind und das Thema Integration eine Rolle spielt.

In den nächsten Jahren werden die Projekte „Stadtteilmütter“, das „Interkulturelle Café“, die Stadtteillotsen, das Frauencollege und die Mittelschule St.Leonhard unterstützt. Der Mädchentreff, der seit 1985 besteht, wird von Schwan-Stabilo Cosmetics und der Helga & Dr. Erich Schwanhäußer-Stiftung gefördert.

Die Firma hat ihren Sitz 1995 zwar nach Heroldsberg verlagert, will nun aber ein Stück vom Unternehmen in den Stadtteil zurückbringen und umgekehrt. Konkret will sich Schwan-Stabilo Cosmetics ins Stadtteilfest am 24.Juni einbringen. Das Unternehmen hat bereits 30 aussortierte Notebooks weitergegeben, weil in Einrichtungen über fehlende Hardware zum Lernen geklagt worden war. Neben der Projektunterstützung für einen Zeitraum zwischen drei bis fünf Jahren sei man auch interessiert, Jugendliche zu Praktika oder einer Ausbildung ins Unternehmen zu holen, so Griebel.

Die kurzen Wege und schnelle Hilfe sind es, die diese Partnerschaften bringen sollen. Die bundesweit bislang einzigartigen Stadtteilpartnerschaften in Nürnberg hatte Uli Glaser vom Referat für Jugend, Familie und Soziales erstmals 2010 auf den Weg gebracht. Er hofft natürlich, ebenso wie viele Aktive in sozialen Projekten, dass sich weitere Unternehmen finden, die unterstützen, wo Unterstützung gebraucht wird. „Wir sind sehr froh, einen stabilen, zuverlässigen Partner gefunden zu haben, und hoffen auf einen langfristigen statt einen ,Spot‘-Partner“, so Bürgermeister Horst Förther, der quasi stellvertretend für die Bewohner die Partnerschaft mit dem international erfolgreichen Unternehmen besiegelte.

Schwan-Stabilo Cosmetics gehört zur Schwan-Stabilo Unternehmensgruppe, die weltweit über 4400 Mitarbeiter an dreißig Standorten beschäftigt. Die Heroldsberger Mitarbeiter kommen aus über 40 Nationen. Das Unternehmen hat eine Exportquote von 95 Prozent und stellt Kosmetikstifte für Augen, Lippen und Augenbrauen für alle namhaften Kosmetikfirmen weltweit her.

_Antje Seilkopf_

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